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Corps Erz Leoben auf Wikipedia

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130. Stiftungsfest Corps Erz, vor dem Universitätsportal (Foto Reisinger, Leoben)
130. Stiftungsfest Corps Erz, vor dem Universitätsportal (Foto Reisinger, Leoben)

Der Bestand des Corps Erz von den Anfängen im 19. bis herauf in das 21. Jahrhundert war geprägt von Individualisten, die sich erfolgreich den Herausforderungen einer sich verändernden Welt gestellt haben. Sie haben ihre Fähigkeiten in den Dienst einer größeren Gemeinschaft, der unseres lieben Erz, gestellt. Nicht der Zusammenbruch von Monarchien oder ein blutiges Völkerringen auf deutschem Boden wird die Corpsgemeinschaft fordern sondern kultureller und gesellschaftlicher Wandel. Im Herzen Europas werden sich die Veränderungen der letzten 25 Jahre weitgehend friedlich aber um nichts weniger nachhaltig vollziehen.

Der Beitritt Österreichs zur EU wird unser Heimatland verändern. Der Wandel der Europäischen Gemeinschaft zur Europäischen Union durch den Vertrag von Maastricht und der Fall des Eisernen Vorhanges wird die Völker der Alten Welt scheinbar näher bringen. Letzteres ermöglicht vielen Kösener Corpstudenten die Rückkehr in ihre alte Heimat. Neue Mittel der Kommunikation, neue Technologien und wissenschaftliche Errungenschaften werden den Horizont erweitern. Die Wirtschaft wird sich globalisieren, die Gesellschaft in einem nie gekannten Ausmaß entsolidarisieren.

Der homo novus am Beginn des dritten Jahrtausends wird Werte, die über Generationen weitergegeben worden sind, gegen Konsum und Profit tauschen. Die Auswirkungen des Raubbaues an den Ressourcen sowie Katastrophen durch technisches und menschliches Versagen werden Zweifel an der Grenzenlosigkeit des Wachstums entstehen lassen. Was ihm jedoch bleiben wird, ist die Sehnsucht nach dem Geborgensein in Vertrautem, in einer Schicksalsgemeinschaft, in bekannten Traditionen und Ritualen. Das alte, traute Leoben, die alma mater und somit auch Erz müssen sich den Herausforderungen der Neuzeit stellen und tun dies zum Teil mit beachtlichem Erfolg.

Das Corps bringt vier Universitätsprofessoren – unter ihnen einen Rektor der Montanuniversität – hervor. Vier junge Corpstudenten werden mit der höchsten Auszeichnung des Dachverbandes, der Klinggräffmedaille, ausgezeichnet sein. Erzer werden in alle Winde zerstoben und leisten dort in Technik, Wirtschaft und Wissenschaft Hervorragendes. Sie werden oft auch auf einsamem Schacht dem Ruf der Leobener Bergakademiker gerecht. 46 Studierende konnten für unser liebes Erz dauerhaft neu gewonnen werden. 175 Mal übertönt der Schlägerklang den Becherklang und den Klang der Lieder. Dem Unterstützungsverein gelingt es, über vier Millionen Schilling (300.000 Euro) zur Bestandsicherung und Modernisierung des Corpshauses zu lukrieren.

Der Dank dafür gebührt allen Corpsbrüdern, die, wenn notwendig, durch aktives Handeln die Geschicke unseres Bundes gelenkt haben. Der Dank gilt aber besonders auch jenen, die durch ihre stete Treue zum Corps den Fortbestand über ein weiteres Vierteljahrhundert erst ermöglicht haben, die einfach nur da sind, wenn sie gebraucht werden, ohne dabei im Vordergrund stehen zu wollen. Ihre Verbundenheit zeichnet sie und somit das Corps als innigsten Freundschaftsbund aus. EM Pelzel hat als Chronist des ersten Bestandsjahrhunderts Großartiges hinterlassen. Welch einzigartige Leistung er dabei vollbracht hat, vermag ich erst jetzt zu ermessen. – Danke, EM Pelzel!

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ (A. Einstein). Um diese Zukunft unseres lieben Erz ist mir nicht bange. Erz hat alle Voraussetzungen für ein Wachsen, Blühen und Gedeihen.

 

AH Waltner eh