Von den Alten Herren / AH Pesl zur Klinggräff Medaille

Auszug aus "Deutsche Corpszeitung 111. Jahrgang, Ausgabe 2/2009"

Rund ein Jahrzehnt nach der Verleihung

 

Dr. Pesl des Erz Leoben war 1998 Preisträger des Stiftervereins

 

Meine Dissertation über grundlegende thermodynamische Phasengleichgewichte zur Schmelzreduktion von Ilmenit kam Ende 1997 an der "University of the Witwatersrand" in Johannesburg/Südafrika zum Abschluß und ich kehrte wieder nach Europa zurück.

 

Dezember 1997 begann ich meine berufiche Laufbahn bei der "VOEST-Alpine Industrieanlagenbau" (VAl) in der Abteilung Umwelttechnik / Stahlwerkstechnik. Die Tätigkeit war sehr abwechslungsreich - wir führten als Projektteams Entwicklungsarbeiten im Bereich des Recycling von Hüttenrückständen und insbesondere der Rückgewinnung des Zink aus Stahlwerksstäuben durch. Dazu wurde eine eigene Pilotanlage in Schweden errichtet und betrieben. Dabei wurden Projektarbeiten, Machbarkeitsstudien und Angebote erarbeitet und Unterstützung bei der Errichtung und Inbetriebnahme von akquirierten Projekten geleistet. Zahlreiche Dienstreisen lockerten den beruflichen Alltag auf. Mitte 2001 entschied ich mich den Dienstgeber zu wechseln, da ich mich "in den Mühlen" des VAI Konzerns nicht nach meinen Plänen entwickeln konnte.

 

Juli 2001 begann ich im Tiroler Unterinntal bei den Montanwerken Brixlegg meine Tatigkeit im Bereich "F&E und Qualitätssicherung", den ich seit Mitte 2003 auch verantwortlich leite. Die Montanwerke Brixlegg sind im Kupfer- und Edelmeetallrecycling tätig und beschäftigen ca. 600 Mitarbeiter, davon in etwa 300 in Brixlegg und ca. 300 im ostslowakischen Krompachy. Das Recycling von kupferhaltigen Reststoffen ist aufgrund der vielen wertvollen Begleitmetalle eine sehr komplexe Angelegennheit, was Anlaß zu neuen Prozeßentwicklungen sowie laufenden betrieblichen Optimierungen gibt.

 

In solch einer vergleichsweise kleinen Firma hat man als Fühhrungskraft umfangreichere Aktivitäten zu erledigen als z.B. in einem Konzern. Dies aber macht die Tatigkeit abwechslungsreich und interessant.

 

Im persönlichen Bereich hat sich einiges ereignet. Anfang 2002 lernte ich Sabina kennen und lieben und wir heirateten im Mai 2004. Im September 2004 kam unsere erste Tochter Viktoria zur Welt. Wegen Platzproblemen in der Wohnung entschlossen wir uns ein Haus zu bauen, welches Anfang 2007 in Angriff genommen wurde und nun stehen wir kurz vor dem Einzug. Seit Oktober 2007 verstärkt Paulina die Familie und sorgt stets für Kurzweile und Freude. Die Erziehung unserer Kinder ist unser wichtigstes Anliegen; es fordert und läßt uns weiter reifen.